EM_Beer_3Zweite Teilnahme an einer Europameisterschaft, und wieder eine Medaille: Sportschützin Jolyn Beer vom Schützenverein Lochtum holte mit den deutschen Juniorinnen im italienischen Bologna Silber im Dreistellungskampf. Zusammen mit ihren Mannschaftskameradinnen Jacqueline Orth (Niederaula) und Nina Laura Kreutzer (Coburg) kam die Nordharzerin auf 1.727 Ringe. Gold ging an Norwegen um die überragende Siw Anita Dramstad mit 1.734 Ringen, Rang drei belegte das Trio aus Österreich (1.724).

Jolyn Beer steuerte im Feld der mehr als 60 Starterinnen dabei als Achte das beste deutsche Einzelergebnis bei. In der Qualifikation erreichte die 18-Jährige nach einem sehr gleichmäßigen Wettkampf 578 Ringe (liegend 195/stehend 191/kniend 192) und zog als Siebte in das Finale der besten acht Schützinnen ein, in dem noch einen Platz an die Schweizerin Jasmin Mischler verlor. Nicht ganz so erfolgreich verlief der Wettkampf 60 Schuss liegend, für den sich Beer erstmals qualifiziert hatte. Sie landete mit 577 Ringen auf Rang 35, auch für die deutsche Mannschaft reichte es diesmal nicht zum Sprung auf das Podest.

Einen großen Empfang gab es für die Silbermedaillen-Gewinnerin in ihrem Heimatort Lochtum. Vor ihrem Elternhaus hing ein großes Transparent und vor dem Schützenhaus gab es zwei weitere Willkommensgrüße. Viele Mitglieder des Schützenvereins Lochtum, Familienangehörige, der 2. stellvertretende Bürgermeister Manfred Dieber, KSV-Präsident Jürgen Müller sowie Ortsvorsteher Rouwen Brunke gehörten zur großen Gratulationsrunde.

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Von links: 2. Stellvertretende Bürgermeister Manfred Dieber, Ortsvorsteher Rouwen Brunke,  1. Vorsitzende Wilfried Höpfner,
Jolyn Beer, Schatzmeister Ralf Jahns und KSV Präsident Jürgen Müller.

„Ich bin froh, wieder hier zu sein“, waren Jolyns erste Worte. „In Italien herrschen hochsommerliche Temperaturen mit 35 Grad“, sagte die glückliche Vize-Europameisterin. „Wir sind stolz auf Dich, “, waren die kurzen Dankesworte vom 1. Vorsitzenden Wilfried Höpfner und den anderen Gratulanten. Jolyn berichtete über den Verlauf der vergangenen Woche in Bologna. Nach dem Hinflug am vergangenen Dienstag war der erste Tag „Freizeit“. Am zweiten Tag fand das offizielle, dreistündige Training satt. Einen Tag vor dem Start wurde auf den Wettkampfständen bei viel Wind trainiert. „Bereits um 9 Uhr erfolgte der erste Start und ich gehörte zu den ersten Teilnehmern, aber ich habe mich einfach hingelegt und losgeschossen. Das Stehendschießen ging gut, kniend noch besser. Aber ich musste lange warten, da ich bereits nach 80 Minuten fertig war. Obwohl ich mir 135 Minuten Zeit hätte lassen können“, so Jolyn.

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Jolyn Beer und KSV Präsident Jürgen Müller.

Ausgeruht wird sich in den nächsten Tagen nicht, bereits am Donnerstag geht es weiter nach München zur Rangliste. Dies ist nur ein Trainigsschießen, denn der Platz im Nationalkader ist ihr durch die Finalteilnahme in Bologna sicher. Am 30. August geht es dann schon wieder nach München, dort finden die Deutschen Meisterschaften statt, zu denen sich sechs Juniorinnen aus Lochtum qualifiziert haben. Vor vier Wochen wurde Jolyn bereits Landesmeisterin. Ihr nächstes Saisonziel sind die  Europameisterschaften im kommenden Jahr in Osijek /Kroatien. Jolyns größtes Ziel sind die Weltmeisterschaften 2014 in Granad/Spanien.

Ab September wird Jolyn eine Ausbildung bei Volkswagen in Hannover beginnen und ihren Wohnsitz in die Landeshauptstadt verlegen. „Aber mein Stammverein bleibt der Schützenverein Lochtum“, so die 18-jährige. Hier trainiert sie auch mit dem Luftgewehr, die anderen Trainingseinheiten absolviert sie im Bundesleistungszentrum in Hannover-Wülfel.

Text und Foto: Helmut Hohaus, Pressewart des KSV Goslar

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